Wilhelm BuschSein LebenSein Werk
Wie wurde er zu diesem Mann?
Obwohl Wilhelm Busch aus einer bekannten Pastoren Familie stammt, war er in jungen Jahren alles andere als religiös. Wenn man ihm als junger Offizier im ersten Weltkrieg gesagt hätte: > Du wirst einmal in Kirchen predigen <, dann hätte er lauthals gelacht und abgewunken, denn Gott interessierte ihn damals nicht. Das wurde allerdings anders, als er Monate später in einer Gefechtspause beim Vormarsch auf Verdun seinem Kameraden einen dreckigen Witz erzählte. Doch der konnte nicht mehr lachen, weil ihn im selben Moment ein feindlicher Granatsplitter mitten ins Herz getroffen hatte – er brach tot zusammen. >>Ich sehe mich noch an diesem Strassengraben stehen, als es mich wie ein helles Licht, heller als der Atomblitz, überfiel: >Der steht jetzt vor dem heiligen Gott!< Und die nächste Feststellung war: >Wenn wir jetzt andersherum gesessen hätten, dann hätte es mich erwischt, und dann stünde ich jetzt vor Gott!< Da lag mein toter Freund. Und nach langen Jahren faltete ich zum erstenmal die Hände und betete nur: >Lieber Gott, lass mich nicht fallen, ehe ich weiß, dass ich nicht in die Hölle komme.<< Einige Tage später schloss er sich dann mit einem Neuen Testament in der Hand in
einem kaputten französischen Bauernhaus ein, fiel auf die Knie und betete: >>Herr Jesus! In der Bibel steht, dass du gekommen bis von Gott um >Sünder selig zu machen<. Ich bin ein Sünder. Ich kann dir auch in Zukunft nichts versprechen, weil ich einen schlechten Charakter habe. Aber ich möchte nicht in die Hölle kommen, wenn ich jetzt einen Schuss kriege. Und darum Herr Jesus, übergebe ich mich dir von Kopf bis zu den Füssen. Mach mit mir was du willst!< - >Da gab’s keinen Knall, keine grosse Bewegung, aber als ich rausging, hatte ich den Herrn gefunden, einen Herrn, dem ich gehörte.<< Und Wilhelm Busch hielt diesem Herrn die Treue. Als er nach dem Krieg Pfarrer wurde, hatte er zuerst in Bielefeld, dann aber bis an sein Lebensende in Essen Bergarbeitern und vor allem unzähligen jungen Menschen als Jugendpfarrer den Weg zu Jesus Christus gewiesen. Auf der Beerdigungsfeier brachte Dr. Gustav Heinemann, der spätere Bundespräsident von Deutschland, in einer Ansprache das Geheimnis dieses Mannes auf den Punkt: >> Wo er zugegen war, passierte immer etwas. Das Eigentliche aan ihm
aber war dieses, dass er ein glaubhafter und aller Vorbehalte durchstoßender Bote seines Herrn war.<<
Impressum